Einfaches Grundrezept mit Anleitung zum Füttern & Aktivieren

Knusprige Kruste, aromatische Krume und dieser unverwechselbare Duft von frisch gebackenem Brot: Für mich gibt es kaum etwas Besseres als ein gutes Sauerteigbrot aus dem eigenen Ofen. Mit diesem Rezept erkläre ich dir, wie du es auch garantiert gut hinbekommst.

In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ein zuverlässiges Sauerteigbrot backst — inklusive der richtigen Vorbereitung deines Starters. Keine unnötige Komplexität, sondern ein ehrliches Grundrezept, das in der heimischen Küche wirklich funktioniert.

Das Sauerteigbrot Rezept ist bewusst unkompliziert gehalten und eignet sich perfekt, wenn du dein Sauerteig-Game auf das nächste Level bringen willst — egal, ob du gerade erst einsteigst oder schon erste Brote gebacken hast.

🔥 Warum dieses Sauerteigbrot garantiert gelingt

  • stabile Teigführung
  • tolle Krustenbildung
  • saftige, lockere Krume
  • auch für ambitionierte Einsteiger geeignet

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein aktiver, triebstarker Sauerteig — und genau darum kümmern wir uns zuerst.

🧪 Sauerteig füttern und aktivieren

Sauerteig füttern

Zum Füttern des Sauerteigs 10 g Sauerteigansatz mit je 25 g Roggenmehl Type 1150 und Weizenmehl Type 550 sowie 50 g lauwarmem Wasser (ca. 30-35 °C) vermischen. Abgedeckt 6–12 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 22–25 °C) reifen lassen, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat.

Wird der Sauerteig nicht benötigt, kommt er in den Kühlschrank. Um die Triebkraft zu erhalten und eine Übersäuerung zu vermeiden, sollte der Sauerteig alle 1–2 Wochen gefüttert werden.

Sauerteig aktivieren

Zum Aktivieren den Ansatz innerhalb von 2 Tagen zweimal füttern.
Am dritten Tag noch einmal füttern. Dabei sollte sich das Volumen deutlich schneller vergrößern und der Starter schön luftig sein.

90 g von diesem Ansatz für das obige Rezept verwenden. Mit dem kleinen Rest lässt sich der Sauerteig anschließend wieder füttern und weiterführen.

🧈 Perfekt zum Genießen

Ob pur mit guter Butter, herzhaft mit Wurst oder kräftigem Käse zur Vesper oder süß als Nutellabrot zum Frühstück — dieses Sauerteigbrot macht einfach immer eine gute Figur.


🥖 Sauerteigbrot

Zutaten

Für den Teig:

  • 445 g Weizenmehl (Type 550)
  • 148 g Roggenmehl (Type 1150)
  • 445 g Wasser (Zimmertemperatur)

Für den Sauerteig:

  • 90 g aktiver Sauerteigstarter
  • 13 g feines Meersalz (ohne Zusätze)

Anleitungen 

  • In einer großen Rührschüssel beide Mehlsorten mit dem Wasser vermengen. Sanft mischen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind — nicht kneten.
  • Abdecken und 45 Minuten ruhen lassen (Autolyse).
  • Den aktiven Sauerteigstarter und das Salz hinzufügen. Mischen und mit den ersten Dehn- und Faltvorgängen beginnen: Den Teig am Rand greifen, nach oben ziehen und über die Mitte falten. Die Schüssel gegen den Uhrzeigersinn drehen und wiederholen, bis alle Seiten gefaltet sind. Achte darauf, beim Falten etwas Luft in den Teig einzuarbeiten.
  • Den Teig bei Raumtemperatur (ca. 22–25 °C) etwa 3 Stunden ruhen lassen. In dieser Zeit alle 45 Minuten eine Runde Dehnen und Falten durchführen, um das Glutennetz zu stärken.
  • Den Teig zu einem straffen runden oder ovalen Laib formen und in ein bemehltes Gärkörbchen oder eine Schüssel legen.
  • Abdecken und über Nacht (8–12 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen, damit sich Aroma und Struktur entwickeln.
  • Backofen (und ggf. Gusseisenbräter oder Backstein) auf 250 °C vorheizen.

Option 1 – mit Gusseisenbräter:

  • 28 Minuten bei 250 °C mit Deckel backen.
  • Deckel entfernen und weitere 28 Minuten bei 220 °C backen.
  • anschließend das Brot weitere 28 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür trocknen lassen.

Option 2 – Auf Backstein oder Blech:

  • 30 Minuten bei 250 °C mit Dampf backen (1 Tasse heißes Wasser in eine Form am Ofenboden gießen).
  • Temperatur auf 220 °C reduzieren und weitere 30 Minuten backen.
  • Ofen ausschalten und das Brot 30 Minuten bei leicht geöffneter Tür trocknen lassen.
  • Den Laib auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen (mind. 6 Stunden), bevor du ihn anschneidest. Die Kruste bleibt so knusprig und die Krume kann sich fertig setzen.

Notizen

Dieses Sauerteigbrot entwickelt sein bestes Aroma bei einer Übernachtgare im Kühlschrank. Für eine extra knusprige Kruste direkt aus dem Kühlschrank backen.

Hast du dieses Rezept ausprobiert?

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Wenn du schon hier bist, möchte ich dir ein paar Gerichte vorschlagen, die du als nächstes probieren solltest:


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